Dass der Sozialstaat in seiner gegenwärtigen Form ein Auslaufmodell ist, darüber besteht weitgehend Konsens. Über die Alternativen wird noch gestritten. Zu den wohl provokantesten alternativen Modellen gehört die "Teilhabegesellschaft": Jeder junge Bürger soll mit 18 Jahren als Startkapital eine steuerfinanzierte Sozialerbschaft von 60.000 Euro erhalten. So soll ihr oder ihm die Chance eröffnet werden, des eigenen Glückes Schmied zu sein. Die Finanzierung erfolgt aus der Besteuerung von Vermögen und Erbschaften. Die Autoren des Buches, Gerd Grözinger, Michael Maschke und Claus Offe, haben das in den USA entwickelte Modell auf die deutschen Verhältnisse übertragen und durchgerechnet. In weiteren Beiträgen nehmen u.a. Ralf Fücks, Hildegard Nickel und Thomas Meyer zu dem Vorschlag Stellung.