Wissensproduktion und die Anwendung von Wissen werden immer mehr zum Motor gesell-schaft--licher Entwicklung. Damit geraten Bildung, Wissenschaft und Forschung ins Zentrum einer Politik der Zukunft. Doch noch mangelt es an Perspektiven und Konzeptionen für eine „Wissensgesellschaft“, die umfassende Partizipation, soziale Gerechtigkeit, Modernisierung, Kreativität und Verantwortlichkeit verbindet. Am Anfang könnte die Formulierung eines Wertekanons stehen, der sich von den bloßen Flexibili-sierungs- und Vermarktungsforderungen des Neoliberalismus ebenso deutlich unterscheidet wie von den Gesellschaft und Kultur einengenden Formierungsversuchen des Konservatismus.
Die Autoren dieses Bandes, u.a. André Gorz, Benjamin Barber, Jeanette Schulz, Wolfgang Bonß, Undine Eberlein und Nancy Fraser, unternehmen den Versuch, erste Umrisse einer solchen Wissensge-sellschaft zu skizzieren.